Die Geschichte der positiven Verhaltensunterstützung

positiven Verhaltensunterstützung

Die Entwicklung des momentan anerkannten Konzeptes zur positiven Verhaltensunterstützung entstand in den 1980er Jahren in der schulischen Arbeit mit intellektuell benachteiligten und autistischen Kindern. Das Ziel dieses Konzeptes war einen gegensätzlichen Ansatz zur damals vorherrschenden Methode der negativen Verhaltensbeinflussung durch beispielsweise Bestrafung.

Lovaas, der ein Verfechter des negativen Verhaltensmanagements war, sah Schläge und Elektroschocks als bewährtes Mittel seiner Verhaltenstherapie um Wutanfälle und ähnliches zu bekämpfen und so autistische Kinder von ihrem, sich selbst stimulierenden Verhalten, zu befreien und diese weiters zur Kommunikation mit ihren Mitmenschen zu bewegen. Diese Vorgehensweise wurde aber von dem „positive behavior support“ aufs schärfste kritisiert und als menschenverachtend deklariert. Nach diesem Statement wurde nach humanen Alternativen gesucht. Lovaas selbst distanziert sich mittlerweile von seinen Theorien und spricht sich für nonaversive Techniken aus.  Weiters in die PVU eingegangen sind Erfahrungen der Enthospitalisierung Deutschlands aus den 1980er Jahren. Dies betrifft einen ganz neuen Ansatz im pädagogischen Umgang mit verhaltensauffälligen Menschen sowie Menschen mit komplexer Behinderung und Autismus, der auf der Berücksichtigung eines lebensweltbezogenen und stärkenorientierten Ansatzes beruht. Hierbei werden auch Neuerungen berücksichtigt, die ihr Augenmerk verstärkt auf die großflächige Hilfe richtet und nicht nur auf die Einzelhilfe.

Dieses Thema finde ich persönlich besonders wichtig, da die Zeiten der „gesunden Ohrfeige“ und der generellen negativen Verhaltensunterstützung lange vorbei sind bzw. sein sollte und es wichtig ist das wir einen gemeinsamen Schritt in die richtige Richtung machen.

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