Barrierefreiheit und Schule…geht das?

BARRIEREFREIHEIT

Nicht nur Erwachsene brauchen Barrierefreiheit. Auch autistische Kinder haben eine große Hürde zu bewältigen, die Schule. Die Redewendung, der zufolge die Schule die schönste Zeit des Lebens ist, ist bei autistischen Kindern gleich doppelt unwahr. Nicht nur das sie den „normalen“ Schulstress haben, sie müssen auch mit den autistischen Besonderheiten kämpfen.

Um dies zu erleichtern sind aber geschulte Lehrpersonen vonnöten die es leider nicht überall gibt. Der neue Studiengang „inklusive Pädagogik“ der ein Fach im Lehramtsstudium ersetzt, könnte eine dahingehende Verbesserung bedeuten. Doch auch damit muss immer noch auf die speziellen Bedürfnisse Rücksicht genommen werden. Diese schließen eine Änderung der bisher bekannten schulischen Norm mit ein. Es sollte autistischen Schülern die Möglichkeit gegeben werden die Pausen im Schulgebäude zu verbringen. Auch hier ist das lernen in einem reizarmen Raum eine wichtige Hilfe, die in vielen neuen Mittelschulen mit einem angrenzenden Raum für 4-6 Schüler gegeben wird. Den autistischen Schülern sollte eine feste Ansprechperson für Fragen zur Verfügung stehen. Das Lehrpersonal sollte dahingehend angehalten werden gewisse alte Verhaltensweisen abzulegen die für den autistischen Schüler eine enorme Belastung darstellen, Stichwort Sitzplatzrotation. Auch in der Aufgabenstellung sollte das Lehrpersonal versuchen das spezielle Interessengebiet zu nutzen und vielleicht erlauben, dass die Objektbeschreibung mehr umfasst als nur Schulartikel. Ein wichtiger Punkt ist auch die behutsame Heranführung an die Gruppenarbeit. Diese ist eine gern verwendete Unterrichtsmethode die jedoch bei autistischen Schülern mit Vorsicht angewendet werden sollte um Probleme zu vermeiden. Einer der wichtigsten, jedoch leider meist übersehenen Punkte sollte der aktive Austausch mit den Eltern sein, diese sind zumeist besser im Bilde darüber was ihr Kind benötigt, als die Lehrpersonen.
Im Grunde ist es nicht schwer eine barrierefreie Umgebung zu schaffen da viele Hilfsmittel nicht teuer und aufwändig in der Anschaffung sind. Es mangelt nur leider zu oft am nötigen Wissen darum wie leicht geholfen werden kann.

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