Soziale Geschichten

Soziale Geschichten

Soziale Kompetenz, die Fähigkeit sich auf soziale Situationen einzustellen und sein Verhalten an die Situation anzupassen, ist für die meisten autistischen Menschen eine große Herausforderung. Menschen mit Autismus erlernen angemessenes Verhalten oft nicht intuitiv, sondern müssen soziale Verhaltensweisen bewusst lernen und brauchen Unterstützung um ihre Bedeutung verstehen.

Ein Weg zur Förderung sozialer Kompetenz ist die Arbeit mit „Social Stories“. Social Stories sind Geschichten, die eine Situation, eine Fähigkeit oder einen
Begriff erklären. Sie werden eingesetzt

  • um beim Verstehen von Alltagssituationen zu helfen,
  • wesentliche Informationen zu vermitteln,
  • Hinweise zu geben wie man sich verhalten sollte,
  • eine positive Rückmeldung zu geben wenn jemand seine Sache gut gemacht hat

Die von Carol Gray entwickelten Geschichten folgen genau definierten Kriterien und haben das Ziel dem Leser auf leicht verständliche Art und Weise fehlende Informationen zu vermitteln und
Zusammenhänge zu erklären. Sie bieten Beschreibungen und Lösungsvorschläge für verschiedene Situationen, die – einmal erstellt und zu Papier gebracht – immer wieder durchgedacht und wiederholt werden können.

Mögliche Themen dieser Geschichten können sein:

  • Zeit ins Bett zu gehen
  • Was kann ich tun wenn ich zornig bin
  • Kaugummi kauen lernen
  • Weshalb Menschen baden oder duschen
Beispiel
Beispiel

 

Comic-Strip-Conversations CSC (Carol Gray 1994)

Das Wissen darüber, dass jede Person Gedanken und Gefühle hat, die sich von den eigenen unterscheiden können, bildet die Grundlage zum Verständnis von sozialen Situationen. Auch ist es möglich, dass das, was Menschen sagen, nicht immer dem entspricht, was sie denken.

CSC können eine große Hilfe sein um „Unsichtbares“ darzustellen.
CSC sind einfache gezeichnete Bildgeschichten und werden verwendet um die verschiedenen Aspekte einer Unterhaltung darzustellen. Die Bildgeschichten helfen zu verstehen, was während eines Gesprächs passiert und welche Wirkung das Gesagte hat. Sie veranschaulichen, was die Beteiligten sagen, was sie fühlen und was sie denken könnten.
Die verwendeten Symbole werden individuell festgelegt. Es können Strichmännchen oder Lieblingsfiguren aus Comics sein. Auch Sprechblasen oder Farben, beispielsweise die Farbe Rot für Wut, können zum Einsatz kommen.

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